Der Bericht bietet eine umfassende Einschätzung des aktuellen Stands und der Perspektiven der Entwicklung von Elektrofahrzeugen (EV) in Thailand. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass die Elektrifizierung des thailändischen Bussektors trotz eines förderlichen politischen Umfelds nur langsam voranschreitet. Bemerkenswert ist, dass der einzige nennenswerte Anstieg beim Einsatz von Elektrobussen während der Einführung des Bangkok-E-Bus-Programms zwischen 2021 und 2024 zu verzeichnen ist. Dieser Trend belegt die Zusätzlichkeit des Programms und veranschaulicht den konkreten Beitrag, den internationale CO₂-Finanzierung zur Dekarbonisierung des städtischen Verkehrs leisten kann.
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Der "Thailand EV Outlook 2026" hebt hervor, dass die Verbreitung von Elektrofahrzeugen im Pkw-Segment rasch zunimmt. Gleichzeitig kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass die Fortschritte im öffentlichen Verkehr (dazu gehören die Busse), bei Motorrädern, Schwerlastfahrzeugen sowie Zwei- und Dreirädern trotz Thailands nationaler EV-Vision, bestehender politischer Massnahmen und Fördermechanismen sowie Strategien zur Integration von Elektrofahrzeugen in das Stromnetz vergleichsweise begrenzt bleiben.
Diese Erkenntnis zu Bussen im Rahmen der umfassenderen thailändischen EV-Politik ist besonders relevant für das von der Stiftung KliK unterstützte Bangkok-E-Bus-Programm (BE-BP) von Energy Absolute. Das Programm, das im Rahmen des bilateralen Klimaabkommens zwischen der Schweiz und Thailand gemäss Artikel 6 des Pariser Abkommens genehmigt und umgesetzt wurde, unterstützt die Umstellung der privaten Busflotte in Bangkok von Verbrennungsmotoren auf Elektrofahrzeuge und trägt so zu erheblichen Emissionsminderungen bei.
Der Bericht stellt zwar fest, dass Thailand dank umfassender Massnahmen zur Unterstützung des Übergangs hin zu mehr Elektromobilität wichtige Fortschritte erzielt hat. Es bestehen jedoch weiterhin Herausforderungen bei der Erreichung der thailändischen "EV30@30"-Ziele, was die Notwendigkeit einer noch besser abgestimmten Politik unterstreicht. Dem Bericht zufolge können nur entschlossene Massnahmen und die konsequente Umsetzung bestehender Verpflichtungen Thailand auf den Weg zur CO₂-Neutralität bis 2050 bringen. Im Jahr 2025 liegt der Anteil von Elektrofahrzeugen unter den vom Landverkehrsgesetz geregelten Fahrzeugen, einschliesslich Bussen und Lkw, bei lediglich 0,9 Prozent.
Die im Bericht dargestellten Grafiken zeigen ein auffälliges Muster über alle Fahrzeugkategorien hinweg (siehe Grafik 1): Während die Akzeptanzraten in mehreren Fahrzeugsegmenten steigen, bleibt der Einsatz neuer Elektrobusse ausserhalb des Umsetzungszeitraums des Bangkok-E-Bus-Programms minimal. Dies deutet darauf hin, dass das Programm eine entscheidende Rolle bei der Beschleunigung der Einführung von Elektrobussen in der Hauptstadt spielte, zu einer Zeit, als die allgemeine Marktdynamik begrenzt war.
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Grafik 1
Der Bericht stellt fest, dass diese ersten Einsätze von Elektrobussen, die nachweislich mit dem Artikel-6.2-Programm von Energy Absolute in Verbindung stehen, eine wichtige Grundlage für Thailands zukünftigen Wandel geschaffen haben. Dem Bericht zufolge liefern sie den Beweis, dass ein gross angelegter Ausbau von Elektrobussen grundsätzlich machbar ist, insbesondere wenn er durch geeignete finanzielle Fördermechanismen unterstützt wird.
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* Der "Thailand EV Outlook 2026" wurde am 3. Juli 2026 offiziell von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH gemeinsam mit der King Mongkut’s University of Technology Thonburi (KMUTT) vorgestellt. Unterstützende Partner: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit der Bundesrepublik Deutschland, Internationale Klimainitiative (IKI), thailändisches Amt für Verkehrs- und Verkehrspolitik und -planung (OTP), thailändisch-deutsche Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Mobilität und Klima (TGC EMC). Konsortialpartner: KMUTT, Mobility & Vehicle – Technology Research Center (MOVE), Electric Vehicle Association of Thailand (EVAT), Agora Verkehrswende und Fraunhofer.